
Zweite Wanderführerfortbildung 2026 in Abbenrode
Auf Einladung des Hauptwanderwartes fand am 29. August 2026 die Fortbildung im
Mühlen- und Grenzort Abbenrode statt.
Der Einladung folgten 30 Teilnehmer. Nach der Begrüßung am Heimatmuseum Abbenrode führte der 1. Vorsitzende des Heimatverein Abbenrode, Andreas Weihe, die Gruppe zu vier historischen Wassermühlen bzw. ehemaligen Standorten.
Bei der Exkursion waren die Teilnehmer entlang der Ecker sowohl auf der Alten Halberstädter Heerstraße als auch auf dem ehemaligen Grenzweg unterwegs. Diverse Grenzpfähle und Schautafeln zeigen den Verlauf der ehemaligen innerdeutschen Grenze, heute als „Grünes Band“ unter besonderen gesetzlichen Schutz gestellt.
Die Mühlen werden traditionell nach dem letzten Besitzer benannt. Bei allen Anlagen gab es umfangreiche Informationen zur Geschichte, hergestellten Produkten und Besonderheiten.
An der Mühle Zimmermann erzählte der aktuelle Besitzer, Martin Zimmermann, welche Herausforderungen der Erhalt einer über 400 Jahre alten Wassermühle mit sich bringt. Diese Mühle ist heute eine, der noch größten Wassermühle in Sachsen-Anhalt.
Nach einem leckeren Mittagessen besichtigten die Teilnehmer unter der sachkundigen Führung des Vorsitzenden und seiner Frau alle Ausstellungsräume des Heimat- und Grenzmuseums. Das Museum verfügt über eine der umfangreichsten Dokumentationen zur Geschichte der innerdeutschen Grenze in Sachsen-Anhalt. Darüber hinaus gibt es vielfältige und interessante landwirtschaftliche und handwerkliche Ausstellungen.
Gestärkt mit Kaffee und vom Heimatverein selbstgebackenem Kuchen wurde anschließend die Wassermühle Otto besichtigt. Die 1854 erstmals erwähnte Mühle kann noch heute als vollständig erhaltene und funktionsfähige Wassermühle in Betrieb erlebt werden. Diese Vorführung war das Highlight des Fortbildungstages.
Der Harzklub bedankt sich sehr herzlich für die hervorragende und kurzweilige Exkursion und die gute Betreuung durch das Team des Heimatverein Abbenrode.
Rolf Göbgen /Andreas Weihe













