
Besuch in Abbenrode, Stapelburg und Wülperode
In der letzten Woche bekam das Heimatmuseum Abbenrode wieder einmal internationalen Besuch. Prof. Dr. Tadahisa Izeki, von der Chuo Universität Tokio, besuchte den Nordharz.
Tadahisa Izeki arbeitet in Japan als Professor für deutsche Zeitgeschichte und forscht seit zwei Jahren zur Geschichte der innerdeutschen Grenze sowie zur Erinnerungskultur der Grenzgeschichte. Seit dem Sommer 2024 führten Forschungsreisen zu oben genannten Themen durch, die durch staatliche Forschungsgelder aus Japan finanziert werden.
Letztes Jahr konnte er in diesem Zusammenhang an einer Wanderung zum Brocken teilgenommen und dort Herrn Lothar Engler kennengelernt, der diese Wanderung geführt hat. Damals erzählte er über die Arbeit Heimatmuseum sowie die Arbeit des Grenzkreises Abbenrode. So entschied sich Prof. Dr. Tadahisa Izeki dieses Jahr nach Abbenrode zu kommen, um dies genauer zu untersuchen.
Der eintägige Aufenthalt in Abbenrode war für ihn von unschätzbarem Wert. Was er bisher nur aus Büchern wie „Die innerdeutsche Grenze im Nordharz“ und „Grenzschicksale“ kannte, habe er nun vor Ort erlebt und Geschichten von Zeitzeugen aus erster Hand gehört. Das Museum ist sehr informativ, und die Publikationen und Dokumente, die er von Andreas Weihe zum Besuchsthema überreicht bekam, seien sehr hilfreich für seine wissenschaftliche Arbeit.
Es war vor allem wertvoll für Prof. Dr. Tadahisa Izeki, mehr über die verschiedenen Initiativen zur Erinnerungskultur zu erfahren, wie z. B. die Aktionen mit Info-Tafeln und Grenzsäulen, sowie das Projekt der „Patenschaft“ mit dem Fallstein-Gymnasium in Osterwieck.
Außerdem war es für mich besonders wertvoll, von den persönlichen Erfahrungen direkt von den Mitgliedern des Grenzkreises Abbenrode zu hören. Und der Besuch der historischen Schauplätze der Grenzöffnung in Stapelburg sowie eine kurze Wanderung entlang der ehemaligen Grenze waren äußerst beeindruckend für ihn. Während der Fall der Berliner Mauer weltweit bekannt ist, wird der Öffnung der übrigen innerdeutschen Grenze seines Erachtens oft weniger Beachtung geschenkt. Deshalb sind die Aufzeichnungen zur Geschichte der innerdeutschen Grenze, die vom Grenzkreis und Heimatverein Abbenrode durchgeführt wurden und werden, von hohem wissenschaftlichem Wert.
Zum Abschluss seines Besuches sprach er den Gastgebern seinen tiefen Dank für die Einladung und die herzliche Aufnahme aus. Fotos: A. Weihe
Andreas Weihe










