Öffnung Heimatmuseum am 04.03.2023

Junge Abbenröder interessieren sich für Heimatgeschichte

Wo lag die Siedlung „Altfeld“? Andreas Weihe erklärt am Modell den Standort an der Landesgrenze, die nach der Grenzziehung komplett geschliffen und abgerissen wurde.

Jeden ersten Samstag im Monat ist das Abbenröder Heimatmuseum für Besucher geöffnet.

Am Sonnabend, den 04. März 2023 konnten Regina und Andreas Weihe, als diensthabende Verantwortliche für diesen Tag, überraschend junge Abbenröder*innen im Museum begrüßen. Einen Altersdurchschnitt von 15 Jahren hat man nicht oft an so einem Tag. Johanna Boos, Noelle Hölzke, Kim Huwald, Amy Steep und Kimberly Maibaum wollten einfach mal sich das Heimatmuseum ansehen und sich über die Geschichte von Abbenrode informieren.

Am Anfang noch etwas schüchtern, tauten aber alle sehr schnell auf und wurden von Regina und Andreas Weihe durch die Ausstellungsräume geführt. Eigentlich als kleiner Abstecher geplant, wurden schnell 2 Stunden aus dem Besuch. Viele Fragen zu den zahlreichen Ausstellungs- und Schriftstücken und Fotos wurden ausgiebig beantwortet.

Modelle ziehen besonders die jüngere Generation an. Das Abbenrode einst eine Eisenhammer hatte, sorgte für Erstaunen.

Die manch bestehenden Vorurteile, dass die Jugend sich nicht für Heimatgeschichte interessiert, wurden hiermit anschaulich widerlegt. Im Gegenteil, es war interessant die Fragen zu dem einen oder anderen Thema zu hören und diese beantworten zu können.

Man konnte auch heraushören, dass sie gern in Abbenrode wohnen und stolz sind, ein noch so aktives, mit seiner bestehenden Vereinsstruktur, Dorf zu haben.

Leider nimmt die Heimatgeschichte nicht mehr den Stellwert in unserer gesellschaftlichen Leben ein, wie es einmal gewesen ist. Umso mehr sind hier Ortsvereine gefordert, mehr Identität und Interesse für sein Heimatort bei der jüngeren Generation zu entwickeln. Leider wird immer noch zu wenig die Möglichkeit durch die Schulen genutzt, im Rahmen von Projekttagen zu bestimmten Geschichtsthemen die Hilfe von Heimatvereinen anzunehmen und zu nutzen.

Blick in die aktuelle Heimatzeitung, „schau mal, da sind wir auch in der Heimatzeitung“!

Deutsche Geschichte kann vor Ort anhand von originalen Zeitgegenständen, Fotos und Unterlagen viel besser schulunterstützend durch Zeitzeugen vermittelt werden.

So sind auch solche öffentlichen Museumstagen bestens zur Nachwuchsgewinnung geeignet, die Jugend für Heimatgeschichte zu begeistern und einer schleichenden Überalterung und Mitgliederschwund in den Vereinen entgegen zu wirken.

Während des gemeinsamen Kaffee trinken boten die jungen Besucherinnen auch ihre Unterstützung bei Veranstaltungen des Vereins an. Hierzu bieten sich natürlich die nächsten Termine, wie dem Mühlentag zu Pfingsten, an.

Zum Abschluss gab es noch Kaffee und Kuchen für Johanna, Noelle, Kim, Amy und Kimberly
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